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Fußball

Chancen-Manko bestraft

Landesligist Rot-Weiß Zerbst kassiert gegen Schlusslicht Braunsbedra eine bittere 2:3 (0:1)-Niederlage

Moritz Specht (Mitte) köpft hier über das SV-Tor. Er erzielte zwar beide Tore für die Zerbster, ließ aber auch etliche Möglichkeiten ungenutzt. Foto: Sport Print Zander

Zerbst l Die Zerbster starteten gut. Nach zehn Minuten schoss Moritz Specht nach schönem Pass von Maximilian Syring auf das Gästetor, aber Chris Lewinski klärte mit den Fingerspitzen. Zwei Minuten später zog Maik Fambach von halblinks trocken ab. Der Ball landete am Außennetz. Dann sogar eine Doppelchance für Zerbst. Zuerst zog Specht völlig frei ab, doch Lewinski parierte. Danach scheiterte auch Max Schröter am guten Gästekeeper.

„Genau das war unser Manko. Da hätten wir 2:0 führen müssen“, ärgerte sich Trainer David Ritze. „Bis vor das Tor haben wir alles richtig gemacht, doch dann ging nichts.“

In der 18. Minute wurde der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, als die Gäste wie aus dem Nichts mit 1:0 in Führung gingen. Ein Freistoß wurde gut abgelegt und Felix Adamski schoss flach aus 20 Metern ein.

Gegentreffer bringt Zerbster aus dem Konzept

„Nach dem 1:0 sind wir in ein richtiges Loch gefallen. Da ging gar nichts“, konnte sich der Coach dies nicht erklären. Einen Freistoß der Gäste klärte TSV-Torwart Ricardo Werner. Zerbst war das bessere Team und versuchte alles, aber der SV war einfach effektiver. Bei einem schönen Schuss von Specht von der Strafraumgrenze zeichnete sich Lewinski erneut aus (31.).

„Wir hätten mit 3:1 in die Halbzeit gehen müssen. Auch die 1:0-Führung war unerklärlich“, kommentierte Ritze.

Nach der Pause kam Christopher Sens für den am Knöchel verletzten Syring. Braunsbedra war bissig und kämpferisch stark und erhöhte in der 54. Minute auf 2:0. Einen Pass durch das Zentrum netzte Max Kaiser ein. Zerbst war von der Rolle, hatte aber durch Specht erneut die dicke Möglichkeit zum Anschlusstreffer (54.). Er beförderte die Kugel per Kopf über das SV-Gehäuse.

Hektische Schlussphase

Die Schlussphase war hektisch. Nach 75 Minuten großer Dusel für den TSV, als der Ball an die Latte krachte und Werner beim Nachschuss glänzend parierte. Dann doch das 1:2 durch Specht, der von Ch. Sens gut bedient wurde (81.). Dann hatte Ch. Sens den Ausgleich auf dem Fuß, aber Lewinski war per Faust zur Stelle (83.).

In der Nachspielzeit versenkte Specht einen Elfmeter zum 2:2 (90.+4/FE). Auf der Gegenseite traf Martin Schmitz nach einer Ecke noch zum 3:2 (90.+5) und die Braunsbedraer konnten am Ende jubeln.

„So ein Spiel dürfen wir nicht verlieren. Wir hätten cleverer sein müssen. Wir kassieren hinten zu einfache Tore und können vorn einfach keine Tore schießen. So machen wir unten stehende Mannschaften stark. Unser Ziel, mit 20 Punkten in die Winterpause zu gehen, ist in weite Ferne gerückt“, war David Ritze bedient und enttäuscht.

Zerbst: Werner – Alarich, Fischer, D. Ernst, Fambach, S. Sens, Schröter, Kosel, Specht, Weichbrot, Syring (46. Ch. Sens); SR: Uhlmann (Welsleben); ZS: 72.

 

 

Spielbericht zum Heimspiel gegen die SG Reppichau

Die Gäste wollten gleich mit den ersten Sekunden zeigen, was sie hier heute vor hatten. So dauerte es lediglich 30 Sekunden bis zur ersten Großchance für die SG Reppichau. Nach diesem Paukenschlag flachte das Spiel jedoch zunächst ab. Zerbst, bemüht ein Spiel aufzuziehen und Reppichau mit den schnellen Stürmern Neumann und Zawada stets auf Konter eingestellt. In der 21.min besorgte, wie in der Vorwoche, Otto Möbius das 1:0 per Kopf. Vorausgegangen war eine Eingabe des wieder in die Startaufstellung gerückten Max Schröter. Diese Führung sollte jedoch nur wenige Augenblicke Bestand haben. Reppichau egalisierte die Führung nur drei Minuten später. Ein schneller Konter führte zum Torabschluss. Den Schuß konnte Werner zwar stark parieren, der abgeprallte Ball erwischte jedoch Sens und landete von ihm aus im Kasten. In der 40. min führte wieder genau ein solcher Konter dazu, dass Werner erneut seine ganze Klasse zeigen muss und einen Ball zur Ecke klärt. Diese kann jedoch von der Zerbster Abwehr nicht gut genug geklärt werden, sodass der derzeitige Reppichauer Torschütze vom Dienst Michal Zawada aus 10 Metern zur Führung einschießen kann.
In der 2. Halbzeit setzte Zerbst die ersten Akzente. Aus einer Ecke in der 56.min resultierte der zu diesem Zeitpunkt absolut verdiente Ausgleich. Sebastian Sens stand am zweiten Pfosten goldrichtig und hämmerte den Ball zum 2:2 in die Maschen. Doch an diesem Tag hatte die SG Reppichau stets die richtigen Antworten parat. So dauerte es insgesamt nur 8 Minuten nach dem Ausgleich der Zerbster in denen die SG sich auf 2:4 absetzen konnte. Es war wie so oft an diesem Nachmittag das schnelle Umschaltspiel der Gäste aus dem erst Seiche den alten Vorsprung wiederherstellen konnte. Anschließend brachte Sens einen Reppichauer Angreifer im Strafraum zu Fall woraus ein fälliger Elfmeter und das vorentscheidende 2:4 durch Zawada entstand. Auf diesen Doppelschlag wussten die Gastgeber im Anschluss keine passenden Antworten mehr, sodass es bei einer erneuten Niederlage gegen die SG Reppichau blieb.
 
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